Kalte Winter – au ja?

Hans-Dieter Schmidt

 

Zunächst einmal möchte ich meinem Freund Chris Frey danken, dass er mir hier seine Website zur Verfügung stellt, um Folgendes zu schreiben. Schon als Kind war ich ein Wetter-Freak, so dass das Studium der Meteorologie und die anschließende Arbeit im Wettervorhersagedienst eigentlich vorprogrammiert waren.

Vor allem war (und bin!) ich ein Fan kalten Wetters, im Sommer, aber vor allem im Winter. In dieser Hinsicht hat mich die Erwärmungshysterie, an die ich auch genau bis zum Orkan „Kyrill“ geglaubt habe, fast traurig gemacht, obwohl ein Wissenschaftler natürlich Gefühle bei seiner Arbeit nicht einmal ansatzweise haben sollte. Nun ja, die „Wende“ kam, wenn man so will, mit dem Orkan Kyrill. Es hieß, dass es in einer wärmeren Atmosphäre mehr und heftigere Stürme dieser Art geben würde. Auf meine Frage, warum es diese Stürme dann nur im Winter, nicht aber im Sommer gibt (wenn es gemeiniglich IMMER wärmer ist!), erhielt ich entweder keine Antwort oder eine Diffamierende, in der man mir „offensichtlich mangelndes Fachwissen“ unterstellte.

Nun ja, ich schweife ab (genauer: es gab einen „Ordnungsruf“ von Chris Frey, doch bitte zur Sache zu kommen). Ich bin also ein Fan kalter Winter. In der klimarealistischen Literatur vor allem auch bei EIKE, wo Chris ja viel übersetzt, und durch eine private Mail eines Kollegen und Autors bei EIKE, der mir für diesen Winter ein Auf und Ab, d. h. einen wiederholten markanten Wechsel von kalter zu sehr milder Witterung und wieder zurück vorhergesagt hat, gibt es nun die Abschätzung, dass aufgrund der zyklischen Ozeanströme (NAO) etwa ab 2014-2015 mit deutlich kälterem Wetter und auch durchweg kälteren Wintern in Mitteleuropa zu rechnen sei.

Und hier kommt mein Dilemma! [Hervorhebung durch Chris Frey]. Einerseits finde ich kalte Winter mit Schnee und Frost sehr schön. Andererseits dürfte es dabei im Zuge der völlig unsinnigen Klimapolitik unserer Regierung zunehmend massive Probleme hinsichtlich der Stromversorgung geben. Davon wären wir alle betroffen – ich auch! Das sehr milde Weihnachtswetter 2012 wäre in dieser Hinsicht eher zu begrüßen, vor allem, wenn man an die Folgen der Dezember-Kältewelle in Osteuropa denkt, die es gerade noch bis nach Nordostdeutschland geschafft hat.

Weiße Weihnacht finde ich viel schöner. Und kalte, schneereiche Winter auch. Nur, angesichts der Probleme – muss ich dabei ein schlechtes Gewissen haben?


Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

 

© Chris Frey

 

Hinweis von Chris Frey: Unter „Sophistereien“ steht ein Kommentar zu diesem Artikel!

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